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Der Schierling - Becher, Gift und Heilkraft

Die Tiere taumen, dem Menschen schwindelt es

Wenn Tiere den Schierling fressen bekommen sie Muskelzittern, taumeln durch Lähmung und den Schwindel den Conium auch beim Menschen auslöst, der Leib wird aufgebläht und sie leiden an Atemkrämpfen, die auch zum Tode führen können.
Die Symptome beim Menschen sind ähnlich: Als erstes kommt der Schwindel, dann die Schwäche.

Sokrates - sein Tod durch den Schierlingsbecher

In Platons Phaidon können wir einen ergreifenden Bericht über den Tod von Sokrates lesen:

" ... dann sagte er (Sokrates), er fühle seine Beine schwer werden und legte sich auf den Rücken, wie der Scherge ihm befohlen hatte. Gleich danach trat dieser auf ihn zu, untersuchte eine Zeit lang seine Füße und Beine, drückte ihm dann sehr stark den einen Fuß und fragte ob er es fühle. Sokrates verneinte. Darauf drückte er ihm die die Beine, hob seine Arme in die Höhe, um zu zeigen, dass der Körper erstarre und steif werde. Er betastete ihn von neuem und sagte uns, dass Sokrates uns verlassen haben würde, sobald die Erkaltung das Herz erreicht hätte. ... "

Imbert-Gourbeyre hat 1875 in mehreren Arbeiten in L'Art medicale einwandfrei nachgewiesen, dass Sokrates durch Conium maculatum, den gefleckten Schierling den Tod fand.

C. maculatum, der gefleckte Schierling

Von Pflanzen, die "Maculatum" als Beinamen tragen, wird gesagt, dass sie unter dem Kreuz Jesu gewachsen sind und ihre Flecken vom Blut Christi tragen. Wie die Bilder sich gleichen: Denn Conium trägt ihre Flecken nicht im ersten Frühjahr. Die Flecken erscheinen erst um die Osterzeit!

Namen tragen Bedeutungen und der Volkmund bezeichnet Pflanzen nach ihrer Seele und Wirkung. So heißt Conium im englischen Volksmund Devil's flower, Devil's blossom - die Teufelsblume, Teufelsblüte und ist auch als nosebleed oder lady's lace - die Spitzen - Rüschen der Frau bekannt aber auch break-your-mother's-heart. Alle diese verschiedenen Namen stellen Erfahrungen von Menschen mit den Pflanzen dar, als Arzt, Therapeut oder Patient. Die Namen sind Wirkungsbilder und zeigen Facetten. Wenn man die Arzneimittellehre studiert, erschließen sich über diese Namen auch Wirkungen.

Conium zählt zu den Hexenpflanzen. Mit "roots of hemlock, diggi'd i' the dark" lässt Shakespeare in Hamlet eine der 3 Hexen die Wurzel des Schierlings im Dunklen pflücken um eine Hexensalbe herzustellen. Dunkelheit gehört zu Conium, schließlich ist Schwarz die erwählte Lieblingsfarbe des Conium Patienten und wird nicht selten zu einem Schlüsselsymptom, das die Mittelwahl entscheiden kann.

Conium, die Salbe und der Flug der Hexe

Die Extreme - zwischen Exzess und Askese