Biographie zwischen Gesundheit und Krankheit

Aus Altem wird Neues - Ähnliches

Homöographie (griech.), eins der Verfahren, ältere Drucke aufs Neue abzudrucken und zu diesem Behuf von dem alten Druck selbst einen Umdruck zu erzeugen. Ich selbst kenne dieses alte Verfahren aus der Fotographie in der die ersten Vervielfältigungen Bromölumdrucke waren. Damit war jedes "um gedruckte" Foto ein künstlerisches Einzelstück.

Als Bewunderer von František Drtikol - dem Begründer der modernen tschechischen Fotographie - sind seine Fotos wie Gemälde für mich, die in die Seele hinein wirken. Er selbst hat seine Arbeit auch so gesehen:

"Ich heiße Drtikol, was auf deutsch etwa mit 'Reifen zermalmen' zu übersetzen wäre. Also habe ich Reifen zermalmt, die mich eingeengt haben. Ich bin Fotograf. Ich habe mit Licht fotografiert. Ich habe mit dem Licht der Erkenntnis in die Seelen der Menschen geschrieben." (Frantisek Drtikol)

Homöographie - dieser Ausdruck wird auch von Frau Dr. Hulda Clark verwendet und zwar für Schwingungskopien auf Wasser.


Biographie - Erinnerung an das eigene Wesen

Homöographie: Ich selbst verwende diesen Ausdruck für die homöopathische Biographie, für die Analogien des Menschen, die sich aus seiner Biographie als Entsprechung in homöopathischen Mitteln und deren biographischer Entwicklung ausdrücken.

Durch Analogismus entsteht dadurch eine logische biographische Verknüpfung mit der den Menschen begleitenden homöopathischen Genese. Damit entsteht eine klare Verwandtschaft mit der den Menschen umgebenden Natur und ein erkennbarer Prozess aus Harmonie und Disharmonie, aus Gesundheit und sich entwickelnder Krankheit, aus der sich klare Wege zur Heilung anbieten.

Deshalb ist eine homöopathische Behandlung umso tiefgreifender je besser man den Patienten kennt und ihn in seinen Nuancen der Entwicklung von Gesundheit zu Krankheit und zurück begleitet und umso tiefer dessen persönliche Mechanismen begreift und damit immer perfekter in eine homöopathische Therapie umsetzten kann.

Die Anamnese - Befragung des Patienten in Bezug auf seine Erinnerung - seine Vorgeschichte der Erkrankung wird damit zum unverzichtbaren und essentiellen Element jeder klassischen homöopathischen Behandlung!
Die Erkrankung des Jetzt ist das Ergebnis des Gestern. Eine homöopathische Anamnese ist eine Lebensanamnese. (Anamnese von griech. aνάµνηsις anamnêsis "Erinnerung").

Ich erinnere mich an das erste Jahr meiner Praxis als ich noch Anamnesen von 3 Stunden machte und auch benötigte. Ein Patient beschwerte sich wegen einer Rechnung: "Sie haben mit mir doch nur geredet."

Hier sehen sie meine eigene Anamnese. Als Homöopath denkt man sofort an: "Folgen von Kränkung." Damit ist einem Homöopathen auch klar, dass ich sie - die Kränkung - in meinem Leben oft gesucht und natürlich auch gefunden habe. Mein Bezug zur Kunst - siehe oben - gehört natürlich auch zu meinem Wesen, meiner Geschichte, meiner Homöographie. So ergibt sich auch mein Zugang zum Leben, als Mensch zur Kunst, als Arzt zur Heilkunst.

Damit sollte auch klar sein, dass ein Homöopath - während er einem Patienten zuhört - zugleich intensivst geistig arbeitet und synchron die gehörten Symptome ordnet, bewertet, verwirft oder durch Nachfragen vertieft, erweitert, hierarchisiert.
Er analogisiert und lässt nie außer Acht, dass es um Sie geht, nicht um Glaube oder Wissenschaft, sondern um Sie.



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