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Die 3 Moiren: Atropos, Lachesis und Clotho

Wahrheit und Macht des Schicksals

Wir haben ein Schicksal. Wir beurteilen es als schlecht oder gut, als unglücklich oder glücklich. Wir empfinden es so, wir leben es so. Doch unser Schicksal steht darüber, es ist wertfrei. Es ist wie die Sonne, wie der Tag, es ist wie der Mond, wie die Nacht. Auch diesen wurden symbolhaft Werte zugeschrieben.
Doch auch das ist unser Blick auf sie und damit unsere Färbung in der wir die Sonne und den Mond sehen, den Tag und die Nacht. So gibt es - homöopathisch gesehen - Menschen, die Depressionen bei Schönwetter bekommen.
Unser Schicksal ist wertfrei, so wie der Platz an den wir hingestellt wurden wertfrei ist. In Grenzen können wir aus uns "etwas machen" uns ändern und in Grenzen können wir an unserem Umfeld etwas bewirken.
Wer jedoch glaubt, wir könnten unser Leben selbst bestimmen, ist ein Träumer. Ich wollte mein Schicksal zwingen und ich wollte es in meiner kleinen Welt zum Wohle aller tun. Ich habe damals alles versucht, wirklich alles!

Doch das Schicksal läßt sich nicht zwingen. Wer es zwingen will wird scheitern. Denn das Sckicksal ist unsere wirkliche Wahrheit - unsere eigene Wahrheit.
Diese Wahrheit können wir nicht verlassen so gerne wir auch oft möchten. Denn Niemand kann aus seiner Bestimmung fliehen. Ich habe "Niemand" mit Absicht groß geschrieben und damit personifiziert. Denn niemand kann fliehen außer er ist zum Niemand geworden. Wer sein Ego verloren hat, es zurückgelassen hat, hat die Grenzen des Schicksals überschritten.

Die Göttinnen des Schilcksals

Dieses Bewußtsein des Schicksals war schon immer in allen Kulturen vorhanden. Von den germanischen Nornen bis zu den tria Fata, den drei Parzen Roms reicht das Wissen von dieser Kraft.
In Griechenland waren es die 3 Töchter des Zeus, die Moiren. Töchter des Zeus heißt auch dem obersten Göttlichen am nächsten zu sein.
Atropos, Lachesis, und Clotho sind die drei Spinnerinnen, die den Lebensfaden spinnen, die uns den Anteil am Leben zuteilen und ihn halten und die ihn abschneiden.

Clotho ist die Spinnerin, die den Lebensfaden spinnt, Lachesis die Zuteilerin, die die Länge bemisst und Atropos, die den Lebensfaden abschneitet.

Diese Kenntnis ist Wahrheit, ist tief empfundene Realität eines gemeinsamen kollektiven Unbewußten. Ich bin überzeugt von den morphogenetischen Feldern des Rupert Sheldrake, den ich 1996 an einem gemeinsamen Vortragstag kennenlernen durfte.

Vom Sterben zum Leben

Ich selbst durfte in meinem zwei Monate dauerndem Koma und Tiefschlaf Lachesis erleben in ihrer Macht als Göttin des Schicksals, in ihrer Kraft als Arznei der Homöopathie. Mein Dasein im Koma war lebendig, intensiv und schmerzvoll, es war ein Kampf um Leben ein Ringen um Luft.

Ich erinnere mich als ich dabei war zu fallen in einen dunklen Abgrund, zu stürzen in ein schwarzes Loch des Nichts. Ich sehe sie noch heute vor mir die Hände, die - wie bei einem Fadenspiel der Kinder - Fäden knüpften zwischen ihren Fingern und durch dieses Fingerspinnen ein Netz formten, das mich auffing und rettete vor dem Sturz in den Tod.

Homöopathie und die Kraft des Schicksals

Clotho, die den Faden spinnt, ist die "Hervorbringerin", die das Garn des Lebens entstehen läßt steht symbolhaft für die Zukunft. Tiere, die diesen Namen tragen stehen somit auch Zeichen am Beginn des Lebens.
Den Namen Clotho trägt mit Clotho oder Bitis arietis die Puffotter und als Schlange zeigt diese unseren Bezug zur Erde auf, das Kiechen am Boden der Materie.
Den Namen Clotho trägt aber auch Sphinx clotho ein Schmetterling und Theretra clotho eine Mottenart. Damit scheint gleichzeitig unser Schwirren um und zum Licht beschreiben sein.

Lachesis, die "Zuteilerin", die den Lebensfaden zuteilt und bemisst, gibt einem der gefährlichsten Tiere und einem der machtvollsten Mittel der Homöopathie ihren Namen: Lachesis muta. Die Kraft dieser Göttin, dieses Tieres, dieses wesenhaften homöopathischen Mittels kann zum Besispiel in einer Sepsis dem Sterbenden - wie damals mir - wieder Leben spenden und den Lebensfaden neu bemessen.

Atropos die "Unabwendbare", die die den Lebensfaden abschneidet, die Zerstörerin, gab ihren Namen einer der machtvollsten Pflanzen Atropa belladonna, der Tollkirsche und ihrem giftigen Wirkstoff, dem Atropin, der auch in in Datura stramonium, dem Stechapfel und Hyoscyamus niger, dem Bilsenkraut vorkommt.
Auch ein Schmetterling - Acherontia atropos - trägt ihren Namen, der Totenkopfschwärmer.
Ich weiß auch, dass im bevorstehenden Tod die Schmetterlinge kommen. Dunkel und schwarz voll Samt sah ich sie an den inneren Fenstern - damals - wie sie versuchten in mein Zimmer zu kommen. Doch sie blieben draußen, draußen vor dem Fenster, vor dem Glas.

Auch Franz wusste das, denn er sagte damals zu meiner Frau: "Er lebt, die Schmetterlinge sind noch nicht da."

Schmetterlinge sind in vielen Kulturen Symbole des Todes aber auch der Auferstehung. Denn aus der Raupe entsteht ein wunderschönes neues Wesen, in dem die Raupe weiterlebt. Der Schmetterling ist das Symbol für Wandlung und Transformation und auch Zeichen für Freiheit, die aus der Beengung entsteht.