Textversion

Sie sind hier: 

>> Profil  >> Philosophie  >> Enantiodromie 

  |  

Disclaimer

  |  

Kontakt

  |  

Sitemap

  |  

Therapeuten

  |  

HONcode

  |  

Impressum

  |

Enantiodromie - die Wirkung der Gegenkraft

Das Streben von Kraft und Gegenkraft

Enantiodromie, griechisch für "Gegenlauf" ist die von Heraklit aus Ephesos (etwa 535-475 v. Chr.) entwickelte Vorstellung vom stetigen Gegeneinanderwirken der Kräfte, die allem Lebendigen als Grundgesetz des Seins und des kosmischen Rhythmus' innewohnt.

Jung nannte diese Entdeckung von Heraklit das wunderbarste aller psychologischen Gesetz. Diese regulierende Funktion der Gegensätze ist nicht nur in der Psychologie sondern in allen lebenden Prozessen der Wahrheitskern jeder Balance. Balance lebt nur durch ihre Grenzen und die Regulationen der Gegenkraft.

Wie es in der Anatomie und Muskelphysiologie die Paare der Agonisten und Antagonisten gibt, so gibt es die These und die Antithese. Diese goldene Mitte die wir alle suchen führt uns immer wieder an die Grenzen und die wunderbare Macht der Gegenkraft bringt uns wieder zurück.

Diese Kraft ist also nicht nur "grausam" wie C.G. Jung sie auch bezeichnet, sondern meines Erachtens notwendiger Bestandteil unseres Lebens, dem laut Jung im Psychologischen "nur der entrinnt, der sich im Unbewußten zu unterscheiden weiß."

Das "auseinandergerissene Sein"

Die Enantiodromie ist das Auseinandergerissensein in die Gegensatzpaare. Dieses Gesetz kommt besonders dann schmerzhaft zur Wirkung, wenn ein Pol das Leben zu stark beherrscht und damit das Gleichgewicht gefährdet.

Diese gesunde Kraft hilft uns zurück zu dem was uns gut tut - zu unserer Mitte. Mitte entsteht aus Symmetrie. Deshalb ist dieses äußerere Maß des Gleichgewichtes von so tiefer Bedeutung. Wir finden es in den Regulationsgesetzen, die uns zur Mitte führen.

Werden also bei einer "Krankheit" nur die Symptome behandelt, die oft nichts Anderes sind als Ausdruck dieser notwendigen Korrekturkräfte so werden die Gegenkräfte weiter verstärkt und das was wir als "Krankheit" erleben, in Wirklichkeit aber nur Auswirkungen der Kräfte unserer Gesundheit sind, wird verstärkt!

Geist und Materie

Das was wir als "Nichtmaterielles" Geist nennen und das was für uns "Materie" ist, sind die entscheidenden Gegensatzpaare, die uns führen im Prozess der Evolution des Geistes und der Seele.

Kommt es hier zu einem Ungleichgewicht, so wird die Seele den Körper in Krankheit stürzen oder der Körper die Seele! Machen Sie sich am besten selbst ein Bild woran der westliche Mensch zur Zeit erkrankt ist.

Der Materialismus stürzt und ich bin froh, dass wir jetzt den Aufbruch der Innerlichkeit erleben. Der Abschied von einer Krankheit ist immer schmerzhaft! Der Zusammenbruch eines verlogenen Wirtschaftssystems ist für die Gesundheit der Welt genauso notwendig wie die die Abwertung des materiellen Übergewichts im persönlichen Leben.

Die Bedürfnisse der Seele

Wird das Materielle zu sehr betont, verhungert die Seele. Ihre Sehnsucht nach Verwirklichung wird immer stärker und es kommt zu einem Konflikt zwischen den Interessen der Materie - unseres Körpers und dem Zwang nach Befriedigung unserer Triebe und den Interessen unserer Seele, ihrer Suche nach dem Frieden der Spiritualität, nach einem Zustand, den man ...... nennen kann.
Setzen Sie bitte selbst diesen Begriff ein, der Ihrer eigenen Weltanschauung entspricht.

Sehnsucht nach der Mitte heißt auch Ausgleich zwischen Innen und Außen, zwischen Seele und Körper. Es verlangt auch nach Ausgleich im Körper selbst, nach Mitte und Frieden in der Seele selbst und dem Ausgleich in Allem, auch im Detail: Ausgleich von zu Viel und zu Wenig, zu Stark und zu Schwach, Zu Mann und zu Frau, Zu Kind und zu Erwachsen.

Das Erkennen der Kräfte

Enantiodromie, dieser Begriff ist wichtig um überhaupt zu verstehen wie Krankheit entsteht, warum sie entsteht, und wohin die Krankheit uns führen will.

Diese Prozesse zu verstehen ist entscheidend um DIE Kräfte zu unterstützen um den Patienten in die Mitte der Gesundheit zu führen.

Damit ist klar, dass jede wirkliche Therapie den Patienten von seiner Richtung und Kraft in die Krankheit zurückholen will. Damit sollten Sie auch verstanden haben, dass sich eine ursächliche - kausale - Behandlung nicht danach richten darf, was Ihnen bequem und scheinbar angenehm ist sondern nur nach der Notwendigkeit, nach dem was zur Wendung der Not wichtig ist.

Bei diiesen Kräften geht es jedoch nicht nur um das Ausmaß - die Quantität der Kraft, sondern ganz besonders um die Eigenschaft - die Qualität der Kraft.

Das führt uns zur wahren Kraft der Homöopathie und zu ihrem wirklichen Kern: der Möglichkeit einer qualitativen Enantiotherapie (nach Oberhofer).