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Die Nacht der Ideale

Vorsätze und die lange Nacht der Ideale

Silvester, der Umbruch zum neuen Jahr und ein Anlass des Feierns, aber auch des Prüfens. Der Lebensabschnitt des vergangenen Jahres wird zum Prüfstein der Vorstellungen vom eigenen Leben und damit gleichzeitig auch meist Grundlage für Vorsätze und neu gesteckte Ziele.

Da die Basis vieler Wünsche naturgemäß unerfüllte Lebensbereiche und Mangelgefühle sind, entwickelt sich häufig als Gegenbild zu diesen gehemmten Bedürfnissen ein Ideal, das zu erreichen man anstrebt.

Entscheidend für jedes Ideal, sei es kulturell oder religiös gefärbt, durch familienspezifische oder gesellschaftliche Normen entstanden, dass es sich dabei fast immer um eine irreale Vorstellung handelt, die demgemäß nie befriedigend verwirklicht werden kann.

Je weiter man im realen Leben von diesem Ideal entfernt ist, desto überhöhter wird es gezeichnet und wird damit Anlass für Frustrationen aller Art.

Das Ideal einer perfekten zwischenmenschlichen Beziehung oder Partnerschaft lässt zum Beispiel eine echte Begegnung zweier Menschen mit ihren Schwächen nicht mehr zu, da der andere nur mehr am unerfüllbaren Wunschbild gemessen wird.

Wie viele leiden auch an einem, ihnen nicht entsprechenden, gesellschaftlich genormten „Schönheitsideal“.

Hohe Ideale werden aber auch aufgebaut, um vor sich selbst ein eigenes Versagen durch deren Unerreichbarkeit zu entschuldigen. Was Ihnen Ihr Idealbild auf jeden Fall bringt, sind Schuldgefühle, Scham, das Ziel nicht erreicht zu haben, Verlust an Selbstvertrauen und Selbstachtung oder Neid anderen gegenüber, die scheinbar das geschafft haben, was Sie als Ideal anstreben.

Solche und andere negative und hemmende Gefühle wie auch psychosomatische Erkrankungen entstehen zwangsläufig aus der durch ein verzerrtes Wunschbild geschaffenen Frustration.

Das soll nicht der Passivität und dem Durchschnitt das Wort reden. Denn jede Person birgt neben ihrer derzeitigen Wirklichkeit reale Möglichkeiten. Diese anzustreben ist sinnvoll und wichtig! Werden Sie also lieber in kleinen Schritten zu einem möglichen Menschen, als in großen Sprüngen zu einem Ritter der traurigen Gestalt!