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Unverbindlichkeit

Unverbindlichkeit trennt, Liebe verbindet

Die Distanz in der Beziehung zu Mitmenschen ist heute in der Regel groß, und diese distanzierte Form der Begegnung scheint sich weiter zu verstärken. Der Scheinvorteil dieser zwischenmenschlichen Oberflächlichkeit ist der Schutz vor Konfrontation und damit das Vermeiden von Kränkung oder seelischer Verletzung.

So gesehen nimmt zwar auch Hass ab, aber auch die Liebe, und an deren Stelle tritt eine Art von Verbindlichkeit, die nicht auf Bindung sondern letzten Endes auf Gleichgültigkeit gründet.

Der Haupttrieb, der Menschen heutzutage zusammenhält, ist häufig leider nur der gegenseitige Nutzen.

Selbst in Partnerschaften wird Liebe immer mehr auf eine Interessensgemeinschaft reduziert. Diese Form gegenseitiger Entfremdung ist alarmierender Ausdruck von Gefühlsarmut und damit auch von Mangel an innerer Lebendigkeit. Freundschaft, Partnerschaft und auch die vielfältigen Formen sozialen Zusammenlebens und gesellschaftlichen Austausches sollten jedoch von einem tieferen Bedürfnis getragen und gehalten sein! Helfen, teilen und mitteilen von Gedanken und Gefühlen sollten nicht humanistisches Ideal bleiben, sondern sich zur Wirklichkeit erheben.

Soziale Gesundheit und persönliche Gesundheit sind eng verwoben und basieren neben Verantwortung und Verpflichtung auch auf gegenseitigem Vertrauen und Sich-Öffnen. Über notwendigem Egoismus sollten mitmenschliche Solidarität und Liebe stehen. Dieses Sich-Einlassen auf den Anderen wird manchmal enttäuschen, doch häufiger entstehen wahre Wunder, in denen sich die Grenzen persönlicher Wirklichkeit erweitern.